Arbeitsorganisation

Die Art und Weise, wie die Arbeit organisiert ist, beeinflusst, wie viel Aufwand und Energie zum Erledigen der Aufgaben erforderlich sind. Probleme bei der Arbeitsorganisation betreffen z.B.:

Arbeitszeiten

  • Lange Arbeitszeiten
  • Arbeit in der Freizeit (ständige Erreichbarkeit)
  • Ungünstige Schichtpläne, Nachtarbeit, Arbeit am Wochenende
  • Zahlreiche Überstunden, nicht bezogene Ferienguthaben
  • Starre oder stark wechselnde Arbeitszeiten
  • Nicht vorhersehbare Arbeitszeiten, Arbeit auf Abruf

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Betriebliche Regelung oder Strukturen

  • Unklare Zuständigkeiten, Verantwortungen und Schnittstellen
  • Unklare oder widersprüchliche Aufträge (z.B. Erreichung einer hohen Kundenzufriedenheit ohne jeden Entscheidungsspielraum)
  • fehlende oder unrealistische Arbeitsbeschreibungen Ungeeignete Arbeitsmittel oder ungenügende Ressourcen 
  • fehlende Regeln für das Vorgehen bei Problemen und Konflikten, keine vertrauliche Ansprechstelle

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Arbeitsabläufe

  • Zu hohe Arbeitsteilung: Die Arbeit ist in kleine, isolierte Arbeitsschritte unterteilt, es gibt keine sinnvollen "ganzen" Arbeitsschritte.
  • Häufige Unterbrechungen und Störungen
  • Fehlende Vorhersehbarkeit und Planbarkeit der Arbeit, stark schwankende Arbeitsmenge Abhängigkeiten behindern die Erfüllung der eigenen Aufgaben

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Qualifikation

Überforderung: fehlende Einführung, oberflächliche, ungenügende Anweisung, mangelnde Weiterbildung.

Unterforderung: Kompetenzen und Fertigkeit können nicht oder nur ungenügend eingesetzt werden.

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Alltagsärger am Arbeitsplatz

Häufig sind es scheinbar kleine Störungen im beruflichen Alltag, die in der Summe oder auf Dauer „das Fass zum Überlaufen" bringen, z.B.:

  • Schlecht funktionierende Arbeitsmittel, z.B. Software
  • Kleinere Reibereien
  • Verlegte Arbeitsmittel
  • Verzögerte Antworten auf Anfragen an Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzte

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Kommunikation

  • Über wesentliche Belange des Unternehmens und der Arbeit (z.B. Veränderungen) wird nicht, mangelhaft, nicht rechtzeitig oder falsch informiert;
  • Mitarbeitende werden nicht stufengerecht in Veränderungsprozesse einbezogen und an Entwicklungen beteiligt;
  • Kommunikation ist ein reiner "Einwegprozess" von oben nach unten;
  • Echte Gespräche finden nicht statt oder sind sehr schwierig zu realisieren;
  • Fehlende Möglichkeit, Probleme und Konflikte zu behandeln;
  • Undurchsichtige Kommunikationswege.

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